Nichts für Weicheier

Ausfahrt bei strömendem Regen

Zossen. Als am Sonntag, dem 03.09. gegen 9 Uhr die ersten Biker im SCENE 96-Laden eintrafen, dachte eigentlich niemand so richtig daran, dass man noch eine Ausfahrt machen wüerde. Ein Blick gen Himmel ließ keinen Zweifel: Regen war angesagt, und das ist nun einmal nicht "Das" Wetter, welches die Massen auf ihre Bikes lockt. Doch nach und nach füllte sich der Laden und man beschloss: Wenn man schon einmal hier ist, wird auch gefahren (Zitat eines Bikers: "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlecht angezogene Biker." und: "Bei schönem Wetter könne schließlich jeder fahren.").

Einen Fahrer hat es leider schon vorher aus dem Rennen geworfen. Ihm ging etwa 1000 Meter vor dem Laden die Luft aus, sprich Plattfuß in Zossen, so dass er sich den ganzen Sonntag damit befassen musste, sein Bike nach Hause zu bekommen.

Der Rest (33 Bikes, ca. 46 Leute) machte sich, in der Hoffnung es müsse ja mal aufhören zu regnen, auf den Weg in Richtung Jüterbog. Auf halber Strecke wurden eine Zigarettenpause eingelegt und die Feuchtigkeitswerte der Bikerkluft bewertet. Aber der Regen wurde und wurde einfach nicht weniger. Ganz im Gegenteil: Kurz hinter Jüterbog wurden alle Schleusen geöffnet, und bei wem das Leder bis hier trocken gehalten hat, der wusste spätestens jetzt, was das "Schoene" an solch einer Regenfahrt ist. Zwischenzeitlich seilten sich drei Fahrzeuge ab, aber der gute Wille wog das schließlich wieder auf.

Als die noch übrigen 43 regenresistenten Ausfahrer in der Zielgastlichkeit eintrafen, wurden erst einmal heiße Getränke in Großabfüllungen bestellt, und erst dann das Essen.

Nachdem man sich so langsam an die feuchten Klamotten gewöhnt hatte, beschloss man, doch nicht, wie geplant, zu einer Kart-Bahn zu fahren, sondern langsam den Heimweg anzutreten.

Auf halber Strecke wurde dann wieder an die Raucher gedacht und Stimmen wurden laut, man solle so etwas doch ruhig mal wiederholen. Als man wieder in Zossen eintraf, hatte dann auch der Wettergott ein Einsehen und stellte den Regen ab, so dass man dann die letzten Meter wenigstens ohne Wasser im Gesicht nach Hause rollen konnte.

Eisdiele im großen Stil fiel dann diesmal auch aus, weil verständlicher Weise keiner mehr Appetit auf Eis hatte, bis auf vier Leutchen, die sich wenigstens noch einen heißen Kaffee schmecken ließen und sich einig waren, dass man halt nicht immer schönes Wetter haben kann, es aber im großen und ganzen trotzdem Spaß gemacht hat.

Also dann bis zur nächsten Ausfahrt im Oktober.

Großen Dank an die uns begleitenden Fahrzeuge des Roten Kreuzes aus Zossen!!

Peter B.

[zurück zur Seite "Berichte"]